Wir freuen uns sehr, als eine von wenigen Adressen und Concept Stores in Europa die exquisiten Edelbrände aus der süddeutschen Stählemühle im Sortiment zu haben. Quereinsteiger Christoph Keller hat auf seinem pittoresken, abgelegenen Hof in den sanften Hügeln des Hegau eine kompromisslose Qualitätskultur etabliert, die ihm viel Verehrung beschert.

Eigentlich wollte Christoph Keller nach einer Karriere als Kunstbuchverleger nur noch das Leben geniessen, in der ländlichen Abgeschiedenheit des süddeutschen Hegaus, wo er einen verlassenen Hof kaufte. Doch das mit dem Ausstieg ist ihm gründlich misslungen. Denn kaum hatte der 44-Jährige von dem Geld, das der Verkauf seines Verlags abgeworfen hatte, im Jahr 2006 das Anwesen zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee gekauft, klopften die Behörden an, um zu fragen, ob er das Brennrecht, das auf dem Hof liege, auch zu nutzen gedenke. Natürlich wollte er. Autodidaktisch tastete er sich an die Kunst der Destillation heran und entwickelte aus dem Garten heraus mit seltenen Beeren, Früchten und Kräutern eigene Brände.

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Motiviert durch den Zuspruch aus seinem Umfeld reichte Keller 2007 einen seiner Brände versuchsweise zu einer Jurybewertung ein – und holte zu seiner grossen Überraschung eine bedeutende Medaille. Seither ist der Aussteiger Christoph Keller kein Aussteiger mehr, sondern Vollblutbrenner. Seine Brände sind verkauft, bevor sie ausgereift sind – sie werden in den besten Lokalen und Feinschmeckerläden Europas angeboten. Die Krönung war 2013 die «Destillata» in Wien, wo die Stählemühle als «Edelbrenner des Jahres» mit Silber prämiert wurde. Der «Gault Millau» bezeichnet die Stählemühle seither als zweitbeste Brennerei der Welt. Christoph Keller hat für seine Begriffe alles geholt, was er sich erträumen konnte.

Gemeinsam mit dem Stuttgarter Alexander Stein produziert die Stählemühle auch den berühmten Schwarzwälder Gin „Monkey 47“. Er ist ein Edel-Gin aus besten, handverlesenen Zutaten, der nicht einfach kalt zusammengemischt, sondern in der Kupferblase gebrannt werden. Das Rezept des während hundert Tagen in Steingutfässern gelagerten und mit Quellwasser auf Trinkstärke gebrachten Gins bezieht sich auf einen Mann namens Montgomery Collins, der als Angehöriger der britischen Royal Air Force nach dem Zweiten Weltkrieg in den Schwarzwald zog. Weil der Tierfreund, der ein Herz für Affen hatte, fernab der Heimat nicht auf seinen Gin verzichten wollte, kreierte er seinen eigenen Wacholderbrand. Auf die der Legende nach 47 Zutaten, die Collins verkochte, baut auch der neue Monkey 47, deswegen die Zahl im Namen. Zu den vielen Ingredienzen gehören – neben dem prägenden Wacholder – etwa Brombeerblätter, Lavendel, frische Zitronenschalen, Schlehen, Tannensprossen oder Geissblatt. Wein-Guru Robert Parker hat den Schwarzwald-Gin als «greatest gin I ever tasted» beschrieben.

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www.staehlemuehle.de

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